Substanzen

Drogeninformation kompakt: Wirkungen, Nebenwirkungen und Folgen von Crystal, Heroin, Kokain, Cannabis, Ecstasy oder anderen verbreiteten illegalen Drogen zum Nachlesen oder Download.
Wir geben Empfehlungen zum risikoärmeren Umgang und Erste-Hilfe-Tipps für den Drogennotfall.

Alkohol

Substanz:

Äthanol, Äthylalkohol, C2H5OH. Alkohol wird in Dosierungen bis zu 80% in verschiedenen Getränken angeboten. Alkoholische Getränke gehören als Genussmittel gesetzlich  zu den Lebensmitteln.

Wirkung:

Die Aufnahme von Alkohol über den Magen ins Blut dauert ungefähr 30 – 60 Minuten und ist abhängig von der Alkoholkonzentration und vom Kohlensäuregehalt des Getränks sowie vom Füllungszustand des Magens. Alkohol verursacht allgemeines Wohlbefinden, gehobene Stimmung (Euphorie), Selbstkritikunfähigkeit. Er wirkt anregend, enthemmend und betäubend.

Kurzzeitnebenwirkung:

Verminderte Sehleistung, eingeschränkte Hör- und Konzentrationsfähigkeit, verlängerte Reaktionszeit, schlechtere Bewegungskoordination mit Erhöhung der Dosis und Fahruntüchtigkeit.
Alkohol ist ein Zellgift. Er wirkt zerstörerisch ab einer täglichen Menge von ca. 20 – 60g reinen Alkohols (entspricht etwa 1 Liter Bier bzw. 0,5 Liter Wein), was zu »Kater« am Morgen führt.
Alkoholvergiftung, Überdosis (etwa ab 3,0 Promille) sind möglich.

Langzeitnebenwirkung:

Anhaltender Alkoholmissbrauch schädigt die Leber, das Nervensystem, den Magen-Darm-Trakt, das Herz und die Bauchspeicheldrüse. Die geistige Leistungsfähigkeit sinkt. Zu dem können Hautveränderungen, vorzeitiges Altern, Depressionen und die Zerstörung von Gehirnzellen auftreten. Gefahr einer sich langsam entwickelnden körperlichen und psychischen Abhängigkeit.

Wechselwirkung:

Beim gleichzeitigen Konsum von Alkohol und anderen Substanzen, z.B. Cannabis, Ecstasy, Medikamente etc. kann es zu sehr gefährlichen und nicht abzuschätzenden Wechselwirkungen kommen.

Safer use:

Beim Konsum von Alkohol sollte auf den gleichzeitigen Gebrauch von Medikamenten und jeglichen Drogen verzichtet werden, da sich sonst das Risiko gesundheitlicher Schäden erhöht. Alkohol nicht auf leeren Magen trinken! Kein Mischkonsum verschiedener alkoholischer Getränke! Trinke nicht aus Langeweile, wenn es Dir schlecht geht oder Du allein bist. Alkohol solltest Du immer in geringen Dosen/Mengen konsumieren.

Diese Informationen sind keine Anleitung oder Motivierung zum Drogenkonsum.

Benzodiazepine

Substanz:

Benzodiazepine sind eine Gruppe verschreibungspflichtiger Medikamente, die als Entspannungs- und Beruhigungsmittel (Tranquilizer) oder als Schlafmittel (Hypnotika), meist in Tablettenform verabreicht werden und schnell zu massiver Abhängigkeit führen können.
Benzodiazepine werden geschluckt, in der Szene aber teilweise auch gesnieft oder injiziert. Szeneübliche Bezeichnungen sind Benzos, Flunis, Rohpies, Dias, Oxas, Rivos oder Pillen.

Wirkung:

Benzodiazepine variieren in der Intensität des Wirkungseintritts und Dauer je nach Medikament zwischen 1,5 bis zu 48 Stunden. Sie können angstlösend, beruhigend, schlaffördernd, muskelentspannend, krampflösend, antiepileptisch und auch antidepressiv wirken. Innere Spannungen und Aggressionen werden verringert, die Herztätigkeit verlangsamt sich und der Blutdruck sinkt.

Die meisten Benzodiazepine besitzen eine sehr lange Halbwertzeit (ca. 2 – 3 Tage), so dass es im Körper bei mehrmaliger Einnahme zu einer Anreicherung der Substanz kommen kann.
Die Nachweisbarkeit im Blut beträgt einige Tage, im Urin ca. 3 Tage, bei Langzeitkonsum bis zu 6 Wochen.

Kurzzeitnebenwirkung:

Schwindelgefühl, Müdigkeit, »Wegnicken« (Sekundenschlaf), Konzentrationsschwäche, Benommenheit, Kopfschmerzen, Artikulationsschwierigkeiten, Verstopfung, Durchfall, Störungen in der Bewegungssteuerung (torkelnder Gang) sowie eingeschränkte räumliche Koordination können als unerwünschte Effekte auftreten.

Langzeitnebenwirkung:

Benzodiazepine können körperlich und psychisch abhängig machen.
Bei längerem regelmäßigem Konsum können Muskelschwäche, Schwindel, Zittern, Schlafstörungen, Unruhe, Verwirrtheit, Panikattacken, Wahrnehmungsstörungen (Sehstörungen), Erinnerungslücken, gesteigerte Aggressivität, Leberschäden und Depressionen auftreten.
Bereits vorhandene Atembeschwerden können durch regelmäßigen Konsum verstärkt werden.
Es kann zu Gewichtszunahme des Gebrauchers kommen.
Entzugserscheinungen können sich in Angstzuständen, Erbrechen, Zittern, Schwitzen, Schlaflosigkeit, innerer Unruhe, Krampfanfällen und Psychosen äußern.
Der körperliche Entzug von Benzodiazepinen ist langwieriger als der von Heroin und oft begleitet von Krampfanfällen. Er muss ärztlich überwacht werden!

Wechselwirkung:

Benzodiazepine mit Opiaten oder Alkohol können sich wechselseitig in ihrer Wirkung verstärken.
Benzodiazepine und Heroin können zu einem schmerzunempfindlichen Tiefschlaf führen.
Benzodiazepine mit Alkohol können zu Überdosierungen führen, da die KonsumentInnen das Gefühl haben, mehr vertragen zu können. Die atemdepressive Wirkung des Alkohols wird verstärkt – Erstickungsgefahr!

Safer Use:

Die orale Einnahme sollte dem intravenösen Gebrauch unbedingt vorgezogen werden.

Nasal konsumiert wirken Benzodiazepine nicht so intensiv wie nach oraler Einnahme. Die Nasenschleimhäute können geschädigt werden.

Tabletten sind nicht zum Spritzen da! Die Inhaltsstoffe der Tabletten können sich bei intravenösem Gebrauch in den Venen ablagern. Folge kann ein venöser Verschluss sein, der zum Absterben von Gliedmaßen (Durchblutungsstörungen) mit möglicher Amputation führen kann.

Mischkonsum, insbesondere mit Alkohol, Schlafmitteln und Opiaten unbedingt vermeiden.

Der Gebrauch während der Schwangerschaft kann zu Abhängigkeit und Fehlbildung des Fötus führen.

Diese Informationen sind keine Anleitung oder Motivierung zum Drogenkonsum. 
Benzodiazepine unterliegen dem Arzneimittelgesetz (AMG), sind rezeptpflichtig und dürfen nicht frei gehandelt werden.

Cannabis

Substanz:

Aus der Pflanze Cannabis werden die Substanzen Marihuana, welches umgangssprachlich als Gras bezeichnet wird, und Haschisch, auch bekannt unter Shit oder Dope, gewonnen.

Bei Marihuana handelt es sich um die Blüten der Cannabispflanze. Die Pflanzenteile enthalten den Wirkstoff THC (Tetrahydrocannabinol). Bei Haschisch wird das gepresste Harz der Hanfpflanze verwendet. Wenig verbreitet ist Haschisch – Öl, welches einen sehr hohen Anteil an THC hat.

Wirkung:

Die Wirkung tritt ca. 5 Minuten nach dem Rauchen ein und lässt nach 2 – 3 Stunden wieder nach. Das THC ist allerdings relativ lange nach dem Konsum im Urin nachweisbar. Entscheidend ist auch die Grundstimmung eines jeden einzelnen. Bei geringen bis mittleren Dosierungen kommt es zu aphrodisierenden Effekten. Bei einer höheren Dosis kann es  Wahrnehmungsveränderungen  und einem stark verminderten Antrieb bewirken. Es wurde auch eine schmerzstillende Wirkung durch Cannabis-Produkte festgestellt.

Kurzzeitnebenwirkung:

Der Konsum von Cannabis führt kurzzeitig zu einem gesteigerten Appetit, es kann zu Mundtrockenheit, Blutdruckabfall, leichtem Schwindelgefühl, »roten Augen« und einem gesenkten Blutzuckerspiegel kommen. Insbesondere werden sich Konzentrations- und Gedächtnisstörungen einstellen. Bis zu mehreren Stunden nach dem Konsum ist die Verkehrstüchtigkeit stark beeinträchtigt.

Langzeitnebenwirkung:

Bei Cannabis-Konsum besteht ein höheres Lungenkrebsrisiko als bei Zigaretten. Bei häufigem Konsum besteht die Gefahr von Asthma und Bronchitis, außerdem können Psychosen aktiviert werden. Bei langfristigem Cannabis-Konsum kann eine psychische Abhängigkeit entstehen. Wird die Droge während der Schwangerschaft konsumiert, entstehen mit hoher Wahrscheinlichkeit gesundheitliche Schäden für das Kind.

Wechselwirkung:

Cannabis + Ecstasy: »killt« die Wirkung von Ecstasy, man kommt wieder runter
Haschisch + Speed: führt zu extremen Kreislaufbelastungen
Cannabis + Alkohol: Alkohol überdeckt und verstärkt die Wirkung von Cannabis

Safer use:

Personen, die Probleme mit Herz und Kreislauf haben sollten den Konsum von Cannabis-Produkten vermeiden. Das Lungenkrebsrisiko kann durch den Konsum über Wasserpfeifen reduziert und über »Space-Kekse« verhindert werden. Mischkonsum sollte vermieden werden.

Diese Informationen sind keine Anleitung oder Motivierung zum Drogenkonsum.
Cannabis unterliegt dem Betäubungsmittelgesetz (BtMG). Besitz, Erwerb und Handel sind damit strafbar.


Informationen für Angehörige

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Crack

Substanz:

Crack wird geraucht, wobei ein knackendes Geräusch entsteht. Daher auch der Name. Es entsteht aus der Verarbeitung von Kokain mit Backpulver. Crack wird relativ schnell vom Körper aufgenommen und wirkt deshalb innerhalb von wenigen Sekunden. Die Wirkung hält 5-15 Minuten an.

Wirkung:

Crack wirkt entängstigend und erhöht die Kontaktfähigkeit. Der Konsument fühlt sich euphorisch und voller Energie. Denkabläufe verlaufen schneller und eine Hebung der Sexualität, des Selbstwertgefühls und der Stimmung ist zu beobachten. Akustische und optische (seltener) Sinnestäuschungen treten auf. Das Hungergefühl ist gedämpft.

Die Neigung zu Gewalttätigkeit soll unter Einfluss von Crack deutlich höher sein, als bei anderen Drogen. Bei akuter Drogen-Wirkung kann es zu Verfolgungswahn und deutlichen Angstzuständen kommen.

Nach der aufputschenden Wirkung ist man niedergeschlagen, depressiv und bei entsprechend vorbelasteten Personen ist die Verstärkung von Selbstmordgedanken zu beobachten. Oft wird man auch gereizt und aggressiv oder zittert und zuckt am ganzen Körper.

Kurzzeitnebenwirkung:

Angstzustände, Psychosen, Herzrasen, Pupillenerweiterung, Blässe, Krampfanfälle, Koordinationsstörungen, Blutdruckerhöhung, Erhöhung der Körpertemperatur, Störungen der Herzfunktion bis hin zu Herzversagen, Hirnödeme, Schlaganfälle mit halbseitigen Lähmungen.

Langzeitnebenwirkung:

Abmagerung, Verzweiflung, Psychosen, Appetitlosigkeit sind weitere Komplikationen. Die Leber wird erheblich geschädigt. Herz- und Hirninfarkte und Krampfanfälle sind nicht selten. Auch bei sporadischem Gebrauch sind tödliche Komplikationen nicht auszuschließen.

Safer use:

Vor und nach dem Konsum solltest Du vitaminreich essen und trinken, da Crack dem Körper wichtige Vitamine und Mineralstoffe entzieht. Um Überdosierungen zu vermeiden, besser niedrig dosieren. Du solltest unbedingt auf Mischkonsum verzichten, um das hohe Gesundheitsrisiko nicht noch zu erhöhen und um unerwünschte Wechselwirkungen zu vermeiden. Nicht gleich nachlegen – Konsumpausen machen!
Crack-Pfeife nach jedem Gebrauch gründlich reinigen, damit die Atmungsorgane durch Ablagerungen am Pfeifengrund nicht noch mehr belastet werden.
Beim Sex auf Crack unbedingt Kondome benutzen!

Diese Informationen sind keine Anleitung oder Motivierung zum Drogenkonsum.
Crack (Kokain) unterliegt dem Betäubungsmittelgesetz (BtMG). Besitz, Erwerb und Handel sind damit strafbar.

Crystal (Methamphetamin)

Substanz:

Crystal (Methamphetamin) ist eine synthetische Stimulans, welche einen hohe Wirksamkeit sowie einen hohen Reinheitsgrad aufweist.
Aufgrund dessen ist es wichtig zu überlegen, wie lange Du wach sein möchtest um deinen Konsum entsprechend anzupassen. Achte dabei auf ein angenehmes Umfeld (setting) und Deinen aktuellen Gesundheitszustand (set), d. h. passe den Konsum an Dein Körpergewicht an und konsumiere nur, wenn Du dich wohl fühlst.

Wirkung:

Crystal wirkt stimulierend, euphorisierend und vermindert das Schmerzempfinden, sowie Hunger und Durstgefühl. Es steigert außerdem das Selbstbewusstsein und macht leistungsstark. Es steigert die Libido (sexuelles Begehren) und kann nach längeren Konsumphasen zu psychischen Beeinträchtigungen führen (Halluzinationen, Paranoia).

Kurzzeitnebenwirkung:

Nasaler Konsum ruft Brennen an Nasen- und Rachenschleimhaut hervor und kann die Nasenschleimhaut verletzen. Es kann zu Unruhe, Nervosität, Schlaf- und Konzentrationsstörungen, Herzrhythmusstörungen, Kopf- und Muskelschmerzen und Übelkeit kommen. Das Kurzzeitgedächtnis könnte eingeschränkt sein und Aggressivität auftreten, daneben sind andauernde, ungesteuerte motorische Aktivitäten möglich, teilweise auch eine gesteigerte Motorik der Kaumuskulatur (»Kau-Flash«).
Zeichen für eine Überdosis sind Schwitzen, Fieber, Blutdruckabfall, Schwindelgefühl, Angstzustände.
An Folgetagen kann es zu depressiven Verstimmungen, Gereiztheit, Trägheit, starkem Appetit und tagelangem Schlaf kommen.

Safer use:

Sniefen
Achte beim Sniefen darauf, dass Du die Substanz auf einer sauberen Unterlage zerkleinerst und Dein eigenes Ziehröhrchen benutzt um Infektionsgefahren oder Verletzungen der Nasenschleimhaut zu minimieren. Du hast bei uns die Möglichkeit saubere Röhrchen und Nasensalbe kostenlos zu erhalten. Empfehlenswert sind auch regelmäßige Nasenspülungen (1 Löffel Meersalz auf 1/4 Liter Wasser).

Rauchen
Beim Rauchen ist zu beachten, dass Du Deine Pfeife nach jedem Gebrauch gründlich reinigst, um Deine Atemorgane nicht zusätzlich zu schädigen. Es sind Verätzungen der Lungenbläschen möglich und wegen der raschen Anflutung im Gehirn ist eine erhöhte Neurotoxizität (Nervenschädigung).

Spritzen
Beim intravenösen Gebrauch ist zu beachten, dass Du steriles Spritzbesteck sowie Zubehör benutzt (Wasser, Filter). Diese bekommst Du bei uns kostenlos im Tausch Deiner bereits genutzten Spritze. Dosiere weniger als beim Sniefen, denn es besteht die Gefahr einer Überdosierung sowie Venenverletzungen, Herzmuskelentzündungen oder Abszessbildungen. Achte auf Hygiene, versuche Deine Hände zu waschen, erwärme die Substanz damit Krankheitserreger abgetötet werden können.

Bei allen Applikationsformen besteht eine hohe Neurotoxizität. Gewöhnung, erhöhte Toleranz und Dosissteigerung können zu einer Abhängigkeit führen. Verzichte auf Mischkonsum und achte auch bei gesteigertem sexuellen Begehren an die Safer-Sex-Regeln. Menschen mit psychischen Vorerkrankungen, Leber- Nierenerkrankungen oder Herz-Kreislauf-Problemen und schwangere Frauen sollten aufgrund des gesundheitlichen Risikos völlig auf den Konsum verzichten.
Bei Verdacht auf Überdosierung oder in Überforderungssituationen solltest Du umgehend einen Notarzt rufen.
Setze Ruhe und Entspannungspausen ein und vergiss das Trinken nicht (vor allem alkoholfreie Getränke, Tee). Um Deine Muskeln zu entspannen (z.B. den Kau-Flash zu mildern), nimm Kalzium und Magnesium zu Dir, welche in Obst, Gemüse, Hülsenfrüchte oder Milchprodukte enthalten sind. Schone alternativ Deine Mundhöhle mit einem Kaugummi.

Diese Informationen sind keine Anleitung oder Motivierung zum Drogenkonsum.
Methamphetamine unterliegen dem Betäubungsmittelgesetz (BtMG). Besitz, Erwerb und Handel sind damit strafbar.

Ecstasy (XTC)

Substanz:

Ecstasy ist ein Sammelbegriff für Rauschdrogen, die aus Amphetaminderivaten (Methylendioxiamphetamine = MDMA) synthetisch hergestellt werden.

Ecstasy wird  fast ausschließlich in Pillenform angeboten. Die kleinen Pillen tragen meist eine Prägung (Zwerg, Smiley, Kleeblatt, Krone …) und werden dementsprechend benannt. Die Prägemotive lassen aber keinesfalls eine zuverlässige Bestimmung der Inhaltsstoffe und der Qualität der Pillen zu. Die Menge der typischen Wirkstoffe liegt in der Regel zwischen 0 und 250 mg. Oft werden auch Speed, LSD oder andere halluzinogene Stoffe wie DOB und Schmerzmittel wie Paracetamol beigemischt. Entgegen den Presseberichten, Pillen würden auch mit Heroin oder Strychnin und Rattengift gestreckt, sind bei Testuntersuchungen in Deutschland bisher keine solch gefährlich gepanschten Produkte gefunden worden.

Unrichtigerweise wird XTC (sprich: Ecstasy) oft als moderne Designerdroge bezeichnet, was so nicht korrekt ist, da der XTC-Grundstoff MDMA bereits 1898 in Deutschland für eine Doktorarbeit hergestellt und 1914 vom Pharma- Konzern Merck wieder entdeckt und patentiert wurde. MDMA sollte damals allerdings nur als chemisches Zwischenprodukt zur Herstellung »therapeutisch wirksamer Verbindungen« verwendet werden.

In den späten 60ern tauchte MDMA als Droge in US-Studentenkreisen auf. 1970 wurde sie als Straßendroge in Chicago erstmalig sichergestellt und seit 1975 durch das Underground-Labor »LAB« unter dem Namen Ecstasy mit einem Beipackzettel, der gewissenhaft Wirkungen und Nebenwirkungen beschrieb, vertrieben. In den USA und in Deutschland wurden MDA und MDMA Mitte der 80er Jahre in das Betäubungsmittelgesetz aufgenommen und gelten seitdem als illegale Drogen. Anfang der Neunziger hat sich Ecstasy (MDMA angereichert oder gestreckt mit anderen Substanzen – Chemie) als Partydroge in Pillenform über England in ganz Europa verbreitet.

Wirkung:

Die Gruppe der Amphetamine und Derivate zeichnen sich in ihrer Wirkung vor allem dadurch aus, dass sie eine leicht anregende und vor allem kommunikationsfördernde Wirkung entfalten. Sie fördern das »In-sich-Hineinversinken« und damit die Bereitschaft und Fähigkeit, persönliche Probleme zu erkennen und sich positiv mit ihnen auseinander zusetzen. Gleichzeitig wird die Kommunikations- und Kontaktfreudigkeit erhöht.

Im menschlichen Hirn, wird nach Einnahme von XTC vermehrt die Substanz Serotonin aus den Nervenenden ausgeschieden. Serotonin wirkt stimmungsaufhellend, antidepressiv und euphorisierend; die Substanz wird auf natürliche Weise z.B. beim Orgasmus ausgeschüttet. Zusätzlich erzeugt XTC ein  starkes Gefühl von Geborgenheit und »Nestwärme«, ein Verschmelzen mit der Umwelt und ein tiefes Gefühl von Liebe und Zuneigung zu den Menschen um sich herum. Schließlich können auch halluzinogene Effekte eintreten: Die Wahrnehmung des Raumes und der Zeit verzerren sich oder du siehst Dinge, die in dieser Form in deinem Umfeld gar nicht vorhanden sind.

Diese Wirkung von XTC setzt in der Regel 30 – 60 Minuten nach oraler Einnahme ein und hält 2 bis 6 Stunden an.

Die unterschiedlichen XTC-Grundstoffe variieren in ihrer Wirkung, so dass unterschiedliche Pillen andere Erlebnisse auslösen können: Während der Wirkstoff MDMA einen starken gefühlsverstärkenden Effekt besitzt, dabei leistungssteigernd wirkt und Deine Tanzwut erhöhen kann, ist das MDA stärker halluzinogen und behält seine Wirkung am längsten (bis zu 8 Stunden). MDEA (=Eve) wirkt kürzer, erzeugt weniger Bewegungsenergie und macht breiter; MBDB ist gar nicht aufputschend, sondern wirkt vor allem als reiner Gefühlserzeuger/-verstärker (Schlafzimmerdroge).

Bei häufiger Einnahme braucht der Körper immer mehr Stoff, damit die Wirkung einsetzt, gleichzeitig verändert sich das positive Empfinden (schnelle Toleranzbildung). Bei Frauen reicht für gewöhnlich eine geringere Dosis Ecstasy aus, um die gewünschten Effekte der Droge zu erzielen.

Die gefühlsverstärkende Wirkung kann auch ins Gegenteil umschlagen: Wenn Du vor der Einnahme von XTC schlecht drauf bist oder es nur nimmst, weil Deine Freunde es tun und Du eigentlich keine Lust hast, riskierst Du einen »Horrorfilm«, bei dem Du Wahnvorstellungen und Angstzustände erleben kannst.

Kurzzeitnebenwirkung:

Beim Abklingen der berauschenden Wirkung stellen sich häufig Müdigkeit, Schwäche, Unkonzentriertheit und Appetitlosigkeit ein. Das allgemeine »Durchhängen« kann sich bis zu depressiven Gefühlszuständen steigern. Diese Nachwirkungen können mehrere Tage anhalten, der XTC- Kater ist oft schlimmer als z.B. ein Alkoholkater. Auftreten können erhöhter Blutdruck, beschleunigter Herzschlag bis zum Herzrasen, erweiterte Pupillen und erhöhte Lichtempfindlichkeit, Schweißausbrüche, Mundtrockenheit und eine verkrampfte Kiefermuskulatur (Zähneknirschen). Der Körper verliert viel an Flüssigkeit und seine Temperatur steigt stark an. Der Penis des männlichen Users kann durch Gefäßverengung stark schrumpfen. Vorsicht: Ecstasy vermindert die Fahrtüchtigkeit.

Langzeitnebenwirkung:

Häufiger Konsum von XTC bewirkt Veränderungen in der Chemie Deines Gehirns. Die durch XTC angeregte Ausschüttung des Serotonin bewirkt einen »Ausverkauf« dieser Substanz: Es braucht einige Wochen, bis das Serotonin durch den Körper wieder in ausreichendem Maße hergestellt ist. Vorher bleiben die angenehmen Rauscherlebnisse oft aus, stattdessen wird der »E-Film« als deprimierend empfunden.

Durch häufigen Konsum wird auch die Leber stark belastet, schließlich muss dieses Organ die für den Körper als Giftstoffe wirksamen Substanzen abfangen. Es besteht besonders bei einer vorgeschädigten Leber und /oder bei Dauer- und Mischkonsum mit anderen Drogen die Gefahr des akuten Leber- und Nierenschadens. Zusätzlich besteht immer die Gefahr einer Vergiftung (z.B. durch Überdosierung) und der Ausbruch von Psychosen und Depressionen.

Menschen mit einer labilen Psyche sind in erhöhtem Maße von der Gefahr bedroht, dass der XTC-Konsum – unabhängig von der eingenommenen Menge – Auslöser sein kann für paranoide Zustände (Verfolgungswahn) und Psychosen.

Ganz auf den Konsum verzichten sollten Menschen mit Herz- oder Gefäßkrankheiten, Schilddrüsenüberfunktion, Diabetes, Leber- und Nierenerkrankungen, Epilepsien und bei einer Schwangerschaft.

Wechselwirkung:

Beigemischtes Amphetamin (=Speed) oder LSD verstärken die aufputschende oder halluzinogene Wirkung der Pille. Generell sollte auf die Einnahme von Ecstasy verzichtet werden, wenn sonst irgendwelche Medikamente genommen werden. Besonders riskant ist die Einnahme zusammen mit Antidepressiva des Typs MAO- Blocker; diese Kombination schädigt das Nervensystem.

Safer use:

Nimm auf keinen Fall Drogen, wenn Du schlecht drauf bist oder Dich in einer unangenehmen Atmosphäre befindest oder Angst vor dem Einnehmen einer Substanz hast. Achte auf das richtige »setting«.

Form, Farbe und Motiv einer XTC-Pille lassen noch keinen zuverlässigen Rückschluss auf die Inhaltsstoffe zu. Du solltest deine Pille antesten. Nimm immer erst ein Viertel oder eine halbe Tablette ein. So kannst Du dich besser vor einer Überdosis oder vor der unerwarteten Wirkung anderer beigemischter Substanzen schützen.

Beim XTC- Konsum auf Techno- Parties solltest Du darauf achten, ausreichend alkoholfreie Getränke zu dir zu nehmen. Mach öfters Tanzpausen, schnappe frische Luft oder ruhe Dich einer Chill Out Area aus. Während der Party helfen Obst oder leichte Speisen gegen körperliche Erschöpfung und Auszehrung. Vitamin C (z.B. in Mandarinen) und Mineralien (z.B. Gemüsebrühe) kann entsprechende Verluste ausgleichen. Nach Abklingen der Wirkung solltest Du für genügend Schlaf sorgen, viel Ruhe ist für die Regeneration nach dem Ecstasy- Rausch notwendig.

Nimm die Droge möglichst in größeren Zeitabständen (mehrere Wochen) um dem Serotonin- Speicher des Gehirns die Möglichkeit zur Regeneration zu geben.

Diese Informationen sind keine Anleitung oder Motivierung zum Drogenkonsum.
Ecstasy unterliegt dem Betäubungsmittelgesetz (BtMG). Besitz, Erwerb und Handel sind damit strafbar.

Heroin

Substanz:

Heroin gehört zu der Substanzgruppe der Opiate und Opioide. Es handelt sich um ein Derivat des Morphins, des wichtigsten Alkaloids des Opiums. Durch chemische Prozesse entsteht aus dem Rohopium des Schlafmohns ein Pulver mit betäubender und zugleich euphorisierender Wirkung. Straßenheroin wird in verschiedenen Qualitäten angeboten und enthält meist Verschnittstoffe/Streckmittel und Verunreinigungen. Der Wirkstoffgehalt schwankt zwischen 10 und 95% und liegt in mittleren Qualitäten bei 50%. Heroin wird als weißes, cremefarbenes, bräunliches oder graues Pulver angeboten.

Zum Rauchen wird das Heroin meist auf Aluminiumfolie gegeben und von unten langsam erhitzt und die Dämpfe eingesogen. Das Rauchen vermindert grundsätzlich das Risiko unerwünschter Überdosierungen, da nicht die volle Dosis mit dem Atemzug aufgenommen wird. Die Wirkung kann dabei besser kontrolliert werden.

Beim Sniefen (Schnupfen) wird Heroin durch ein Röhrchen in die Nase eingezogen. Die Wirkung entfaltet sich hier nur sehr langsam und wenig intensiv.

Für i.v. Konsum (spritzen, drücken, ballern, fixen) wird Heroin in Wasser mit Ascorbinsäure (Vitamin C) durch Erhitzen aufgelöst und durch Watte oder Zigarettenfilter filtriert aufgezogen und dann injiziert.
Das Spritzen ist die riskanteste Konsumform.

Wirkung:

Die Wirkung ist von der Konsumform und der Dosis abhängig. Der Wirkungseintritt erfolgt beim Rauchen und Sniefen langsamer als beim i.v. Konsum. Beim i.v. Konsum tritt die Wirkung unmittelbar ein, da der Wirkstoff über die Blutbahn sehr schnell die Rezeptoren des zentralen Nervensystems erreicht und an diesen »andockt«. Heroin wirkt beruhigend, entspannend (allgemeines Wohlbefinden), angstlösend und schmerzlindernd, gleichzeitig bewusstseinsmindernd und stark euphorisierend. Heroin dämpft die geistige Aktivität und beseitigt negative Empfindungen, wie Angst, Unlust und Leere. Probleme, Konflikte und Belastungen des Alltags werden nicht mehr als solche wahrgenommen und unangenehme Wahrnehmungen und Reize ausgeblendet. Der Konsument fühlt sich glücklich und zufrieden. Die Wirkdauer schwankt zwischen 2 – 5 h und ist von der Dosis und Qualität des Stoffes abhängig. Heroin ist im Blut 24 h, im Urin 1 – 4 Tage und in den Haaren mehrere Monate nachweisbar.

Kurzzeitnebenwirkung:

Die körperliche Wirkung zeichnet sich durch die Verlangsamung der Atmung und Herztätigkeit, Übelkeit und Erbrechen, sowie Juckreiz, Pupillenverengung und Blutdruckabfall aus. Durch Überdosierung kann Atemlähmung bzw. Atemdepression hervorgerufen werden, die tödlich verlaufen kann. Aufgrund von Verunreinigungen kann ein sog. »Shake« ausgelöst werden, der sich in Krämpfen, Schüttelfrost und Fieber äußert. Nachteil beim Sniefen ist die Schädigung der Nasenscheidewände und Schleimhäute, die aber weniger durch das Heroin als durch unerwünschte Beimengungen verursacht werden.

Langzeitnebenwirkung:

Zu Folgeschäden gehören Magen-, Darmstörungen bis zum Darmverschluss, starke Gebissveränderungen durch Karies und Zahnausfall sowie Erkrankungen der Atemorgane, besonders der Lunge. Durch Verunreinigungen können Organschäden verursacht werden. Infolge des intravenösen Konsums kommt es häufig zu lokalen Infektionen, beispielsweise in Form von Abszessen oder Entzündungen von Lymphgefäßen oder Zellgewebe, zu Schädigungen der Venen und zu Herzentzündungen. Beim gemeinsamen Benutzen von Spritzen besteht die Gefahr von Infektionskrankheiten (Hepatitis, HIV, Pilze, Bakterien). Es kann zur Abnahme der Libido kommen. Bei Frauen kann der Monatszyklus gestört werden, die Menstruation kann auch völlig ausbleiben. Beim intravenösen Konsum erhöht sich die Gefahr einer Überdosierung. Auch beim Rauchen kann es Komplikationen geben, wenn Bronchien und Lunge schon geschädigt sind, besonders bei Asthma.
Bereits nach kurzzeitigem, regelmäßigem Heroinkonsum ist die Entwicklung einer psychischen und physischen Abhängigkeit möglich.
Bei regelmäßigem Konsum gewöhnt sich der Körper an die Opiatwirkung, es kommt zur sog. Toleranzentwicklung, die eine Dosissteigerung zur Folge hat, um die gleiche Wirkung zu erzielen.

Nach längerem, regelmäßigem Konsum von Heroin kommt es beim Absetzen unabhängig von der Konsumform zu mehr oder weniger starken körperlichen Entzugserscheinungen, da sich der Körper an Heroin gewöhnt hat. Dabei kommt es zu so genannten Entzugssymptomen wie beispielsweise starke innere Unruhe, Schlaflosigkeit, Krämpfe, Gliederschmerzen sowie Übelkeit, Durchfall und Erbrechen. Zu den ersten Anzeichen eines Entzugs gehören Augentränen und Naselaufen.

Wechselwirkung:

Mischkonsum mit verschiedenen anderen Substanzen unterlassen, da dies zum unkalkulierbaren Risiko werden kann. Insbesondere  Alkohol und Heroin, Kokain und Heroin (»Speedball« oder »Cocktail«) sowie Schlaf-/Beruhigungsmittel und Heroin ergeben lebensgefährliche Mixturen, da sich die verschiedenen Substanzen in ihrer Wirkung wechselseitig verstärken.

Safer use:

Grundsätzlich gilt: Rauchen und Sniefen sind ungefährlicher als Spritzen.
Beim Spritzen ausschließlich sauberes Besteck benutzen, um das Risiko von Abszessen, Infektionen, Thrombosen und Überdosierungen zu minimieren. Du kannst sie bei uns kostenlos im Tausch gegen benutzte erhalten.

Möglichst risikoarm und in ruhiger Umgebung konsumieren – besser nicht allein, damit im Notfall jemand Hilfe leisten kann. Achte auf das »set« und »setting«.
Bei Heroin unbekannter Herkunft und Qualität zunächst die halbe Dosis konsumieren, um eine eventuelle Überdosierung oder einen »Shake« zu vermeiden.

Nach dem körperlichen Entzug kann eine zuvor gewohnte Dosis ein erhebliches lebensbedrohliches Risiko darstellen.
Bei Entzugserscheinungen werden häufig Schlaf- und Beruhigungsmittel oder Alkohol eingenommen, die die Symptome lindern sollen. Dies erhöht die Gefahr von lebensbedrohlich verstärkenden Wechselwirkungen.

Diese Informationen sind keine Anleitung oder Motivierung zum Drogenkonsum. 
Heroin unterliegt dem Betäubungsmittelgesetz (BtMG). Besitz, Erwerb und Handel sind damit strafbar.

Kokain

Substanz:

Kokain wird auch als »Koks«, »Koka« oder »Schnee« bezeichnet. Die chemische Formel lautet Methyl-3ß-benzoyloxy-tropan-2ß-carboxylat. Kokain ist eine aus den getrockneten Blättern der Kokapflanze (Erythroxylon coca) in Südamerika natürlich gewonnene oder vollsynthetisch hergestellte Droge.

Bei den Anden-Indianern war der Gebrauch von Kokablättern sozial eingebettet und nahm eine wichtige Funktion bei heiligen Ritualen und Zeremonien ein. Im Jahre 1880 wurden sowohl die heilsamen Effekte als auch die Gefahren und Nachteile des Kokains in der medizinischen Welt durch den Arzt und Psychoanalytiker Sigmund Freud bekannt.

Kokain wird in verschiedenen chemischen Formen (Hydrochlorid, Freebase und Crack) und auf unterschiedliche Art und Weise (inhalieren, rauchen und injizieren) angewendet:

  1. Kokain-Hydrochlorid: Die aus dem Rohstoff gewonnene Koka-Paste wird zu Kokain-Hydrochlorid (HCl) umgewandelt, indem die wirksamen Alkaloide extrahiert werden. Kokain-HCl ist ein weißes, flockiges, kristallines Pulver, das entweder geschnupft (»gesnieft«), geraucht (»Kokarette«) oder injiziert wird. Beim intravenösen (i.v.) Gebrauch wird das Kokain zuvor in Wasser aufgelöst und dann in die Vene gespritzt. Beim Sniefen wird das Kokainpulver zuvor üblicherweise sorgfältig zu geraden Linien (»Lines«) arrangiert.
  2. Freebase: Bei der Freebase wird durch einen komplizierten chemischen Prozess eine konzentrierte Kokainbase mit hohem Reinheitsgehalt gewonnen. Sie eignet sich aufgrund ihrer Hitzebeständigkeit zum Rauchen.
  3. Crack: Freebase ist die Ausgangsform von Crack, welches entsteht, wenn Kokain-Pulver mit Backpulver und Wasser mehrere Minuten lang zu einer milchigen Mischung aufgekocht werden. Mit einem knisternden Geräusch (»crack«) entstehen hierbei kleine gelblich-weiße Klumpen oder »Steine« (»Rocks«), die auf Folie oder mit Hilfe eines Röhrchens bzw. Pfeife geraucht werden können.
Wirkung:

Die Wirkung einer Droge hängt von der Qualität, dem Reinheitsgrad, der Dosis, von der gesundheitlichen und emotionalen Verfassung, in der Du Dich befindest (set), des Umfeldes (setting) sowie der Gewöhnung ab. Die Wirkungsdauer variiert je nach Konsumform: Auf den intravenösen Gebrauch von Kokain folgt bereits nach 15 – 30 Sekunden ein »Kick«, beim Sniefen tritt die Wirkung nach ca. 2 – 3 Minuten ein. Die Wirkungsdauer beträgt ca. 1 Stunde, bei DauerkonsumentInnen ist sie deutlich kürzer. Das Herunterkommen (»coming down«) wird zumeist unangenehm erlebt. Kokain wird im Körper von einer Halbwertzeit von 90 Minuten abgebaut und ist 2 – 4 Tage im Urin nachweisbar. Kokain hemmt die Wiederaufnahme des körpereigenen Dopamins, so dass es zu stark gesteigertem Selbstvertrauen, Ausgelassenheit, Enthemmung, Euphorie, starkem Mitteilungsbedürfnis sowie zur Abnahme von Kritik- und Urteilsfähigkeit kommt.

Das Rauchen von Freebase verursacht einen starken, kurzzeitigen Wirkungshöhepunkt (»peak«) von ungefähr 3 – 5 Minuten, bei Crack von ca. 5 – 10 Minuten, der plötzlich endet. Demgegenüber ruft das Sniefen ein weniger starkes Hochgefühl (»high«) mit einer Wirkungszeit der Haupteffekte von ca. 30 Minuten hervor. Eine kurze, starke und unvermittelt endende Drogenwirkung veranlasst User häufig dazu, durch wiederholtes »Nachlegen« einer Dosis die Effekte aufrechterhalten zu wollen.

Weitere körperliche Effekte zeigen sich im Anstieg der Herzschlagfrequenz, des Blutdrucks und der Körpertemperatur. Die Pulsfrequenz erhöht sich und die Pupillen erweitern sich. Müdigkeit und Appetit verschwinden. Bei anwachsender Wachheit fühlst Du Dich körperlich stark, empfindest Dich geistig klar und beim Denken konzentriert. Der Antrieb wird gesteigert, was sich in einem erhöhten Bewegungsdrang oder starkem Mitteilungsbedürfnis äußern kann.

Kurzzeitnebenwirkung:

Der Anstieg des Blutdrucks, der Herzschlagfrequenz, der Körper- temperatur, Pupillenerweiterung sowie die Unterdrückung von Hunger-, Durst- und Müdigkeitsgefühlen sind Effekte des Kokainkonsums. Gesteigerte Aggressivität, Reizbarkeit, depressive Verstimmungen, Angst, innere Unruhe, physische und psychische Erschöpfung, erhöhtes Herzinfarktrisiko sowie die Verengung der Herzkranzgefäße können ebenso auftreten.
Das Rauchen von Freebase oder Crack kann Schädigungen der Schleimhäute in der Mundhöhle und der Bronchien, Schmerzen in der Brust mit schwarzem und teilweise blutigem Auswurf durch die Ablagerung Verbrennungsrückständen zur Folge haben. Überdosierung kann zu Atem- oder Herzstillstand führen.
Möglich sind auch psychische Störungen wie Angstzustände, Paranoia oder Halluzinationen.

Langzeitnebenwirkung:

Die (irreparable) Schädigung der Nasenschleimhäute und der Nasenscheidewand durch Sniefen, Infektionen durch Verunreinigungen und riskanter Praktiken beim i.v. – Gebrauch sind häufige Folgen.
Durch die mangelnde Zufuhr von Vitaminen und Mineralstoffen ist die Schwächung des Immunsystems möglich. Durch das verminderte Hungergefühl können Gewichtsverluste bis zur Unterernährung eintreten.

Erhöhte Reizbarkeit, Schlaf- und Ruhelosigkeit können auftreten. Bei dauerhaftem Konsum kann ein paranoider Zustand nicht umkehrbar fortbestehen und permanent auftreten. Die anfängliche Euphorie wechselt in einen unangenehmen Zustand und die Rückkehr in die Alltagswelt kann von Niedergeschlagenheit, Antriebslosigkeit und Depressionen (einem »Crash«) begleitet sein. Dauerhafter und intensiver Gebrauch begünstigt psychische Erkrankungen wie paranoide Psychosen und Halluzinationen.

Aufgrund einer Verengung der Blutgefäße im Gehirn können langfristig Gedächtnis- und Konzentrationsstörungen sowie erhebliche Funktionsstörungen im Gehirn auftreten.
Durch Freebase/Crack- Konsum können chronische Schmerzen im Mundbereich sowie Schädigungen der Atemwege, der Lunge und des Herzens eintreten.

Es besteht das Risiko einer psychischen Abhängigkeit durch zwanghaften Konsum.

Bei Überdosierungen können psychische Symptome wie Aufregung, Feindseligkeit und Wahnvorstellungen auftreten. Erste körperliche Anzeichen sind Kopfschmerzen, Fieber und Krämpfe sowie Übelkeit oder Erbrechen bis hin zu Körperzuckungen. Es kann auch zu einem Anstieg der Herz- und Atemfrequenz sowie des Blutdrucks, Blutzuckerspiegels und der Körpertemperatur kommen. Weniger wahrscheinlich ist die Gefahr einer Überdosierung beim Freebasen, Crack-Rauchen und zuletzt beim Kokain- Sniefen.

Wechselwirkung:

Kokain/Freebase/Crack zusammen mit Alkohol führt schnell zu Selbstüberschätzung, die getrunkene Menge an Alkohol wird nicht gespürt. Alkoholvergiftung möglich.
Kokain/Freebase/Crack mit anderen Stimulanzien führen zu einer großen Belastung des Herz-Kreislaufsystems, was zu lebensbedrohlichen Zuständen führen kann.
Freebase/Crack mit Nikotin führt zu Gefäßverengung – Schlaganfall möglich.

Safer use:

Du kannst nie genau wissen, was Du gerade einnimmst. Dies gilt insbesondere für Kokain, das wegen des hohen Verkaufswerts häufig mit Steckmitteln verschnitten ist.

Nimm Drogen nur dann, wenn Du Dich gut fühlst und niemals alleine, sondern nur in Gesellschaft von Freunden oder guten Bekannten und zu einem besonderen Anlass. Begrenze die Dosis und vermeide häufiges Nachlegen. Wenn der Konsum regelmäßig wird, solltest Du eine gewisse Zeit ohne Konsum bleiben.

Sniefen ist die sanfteste Form des Kokaingebrauchs, das Kokain wirkt dann erst allmählich und hält in der Wirkung länger an, als bei anderen Gebrauchsformen. Benutze Dein eigenes Röhrchen – bei gemeinsamer Benutzung besteht Infektionsgefahr. Das Pulver so klein wie möglich hacken und regelmäßig eine Nasenspülung (1 Löffel Meersalz auf 1/4 Liter Wasser) machen.

Beim i.v.- Gebrauch solltest Du sauberes Spritzbesteck verwenden, welches Du bei uns kostenlos im Tausch gegen alte Spritzen erhalten kannst.

Die Crack-Pfeife nach jedem Gebrauch gründlich reinigen, um die Atemorgane nicht noch zusätzlich zu schädigen.

Kokain/Crack/Freebase entziehen dem Körper wichtige Mineralstoffe, Vitamine und Flüssigkeit -vor und nach dem Konsum vitaminreich essen. Dem möglichen Kalziummangel mit dem Verzehr von Milchprodukten entgegenwirken.
Vermeide eine Überhitzung, indem Du auf Partys Tanzpausen einlegst, Dich in einen Chill-out-Bereich begibst und regelmäßig genügend nichtalkoholische Getränke zuführst. Anzeichen einer Überhitzung sind ein Ausfall des Schwitzens, Hitzekrämpfe in Armen, Beinen oder Rücken, Kopfschmerzen, Erschöpfung und Erbrechen sowie Bewusstlosigkeit, plötzliches Ermüden oder starke Gereiztheit. Urinieren ist nicht möglich bzw. der Urin ist stark gefärbt.

An Safer Sex denken!

Kokain sollte nicht in der Schwangerschaft konsumiert werden.

Diese Informationen sind keine Anleitung oder Motivierung zum Drogenkonsum.
Kokain und damit auch Freebase/Crack unterliegen dem Betäubungsmittelgesetz (BtMG). Besitz, Erwerb und Handel sind damit strafbar.

Lachgas

Substanz:

Distickstoffoxid (N2O). Lachgas ist in Form von gasgefüllten Kapseln (Kapseln für Sahnespender) und in Gasflaschen erhältlich. Wird auch als Nitrous oder Nitrous oxide (engl.) bezeichnet.

Wirkung:

Die Wirkung setzt nach etwa 5 – 10 Sekunden ein, dauert bis zu 2 Minuten. Lachgas kann sehr verschiedene Wirkungen beim einzelnen Menschen auslösen: Prickeln am ganzen Körper, Wärmegefühl, Glücksgefühl. Geräusche werden undeutlich und leiser wahrgenommen. Zum Teil können auch schwache Halluzinationen (optisch und akustisch) auftreten. Erlebtes gerät sehr schnell wieder in Vergessenheit.

Kurzzeitnebenwirkung:

Schwindelgefühl, Kopfschmerzen, Erschöpfung, Taubheitsgefühl in Armen und Beinen, sowie verloren gehendes Zeitgefühl. Dazu sind Bewusstlosigkeit und Erstickungsgefahr durch Sauerstoffmangel möglich.

Langzeitnebenwirkung:

Da der Konsum von Lachgas einen Druckanstieg im Innenohr hervorruft, sind Schädigung des Ohres bis zu Gehörverlust (insbesondere bei KonsumentInnen mit Mittelohrentzündung) möglich. Bei regelmäßigem oder hochdosiertem Konsum können Nervenschäden auftreten, die Störungen des Bewegungsapparates zur Folge haben können. Gehirnzellen können durch zu häufigen Sauerstoffmangel dauerhaft zerstört werden.

Wechselwirkung:

Bei gleichzeitigem Konsum von Lachgas und Alkohol sind Übelkeit und Erbrechen möglich. Bei gleichzeitiger Einnahme von Lachgas und Poppers kann es zu einer schlechteren Sauerstoffversorgung des Gehirns kommen.

Safer use:

Personen mit Atemwegserkrankungen wie Asthma sollten kein Lachgas konsumieren. Ebenso Schwangere, Personen mit Mittelohrentzündungen, Rippenbrüchen und die Tauchunfälle erlitten haben.

N2O sollte niemals direkt aus der Kapsel oder Gasflasche inhaliert werden – immer zuerst in einen Luftballon/Kondom o.ä. umfüllen.
Stets zwischendurch Luft holen, um Sauerstoffmangel zu vermeiden.
N2O möglichst im Sitzen oder Liegen konsumieren, da Gleichgewichtsprobleme auftreten könnten.Bei Überdosierung hilft Sauerstoffzufuhr (Hyperventilation), um das Gas aus dem Körper zu transportieren.

Keine Plastiktüte über den Kopf ziehen – Erstickungsgefahr!

Diese Informationen sind keine Anleitung oder Motivierung zum Drogenkonsum.

LSD

Substanz:

LSD = LysergSäureDiethylamid. LSD ist eine farb-, geruchs- und geschmacklose Lösung und wird auf verschiedene Trägerstoffe aufgetragen, z.B. Papier (»Pappen«, »Tickets«) und Mikrotabletten (»Micros«), welche auch als »Trips« und »Acid« bezeichnet werden. Die Aufnahme erfolgt für gewöhnlich oral, über die Schleimhäute und wird auch dort wirksam.

Der Gehalt der Trips kann zwischen 25 und 200 Mikrogramm LSD schwanken. Micros sind besonders hoch dosiert, sie enthalten im Durchschnitt 250 Mikrogramm LSD.

Wirkung:

Erste Anzeichen eines Rausches treten nach 2 – 4 Stunden durch innere Unruhe ein. Gegenstände hinterlassen Spuren, Musik, Farben und Gefühle werden verändert wahrgenommen – »Wahrnehmungsverschiebung«.

Je nach Dosierung treten unterschiedlich starke Halluzinationen, in Verbindung mit einer euphorischen Grundstimmung, einem veränderten Zeitempfinden (alles langsamer) und »Neben-sich stehen« auf. Man sieht was, kann aber nicht wirklich eingreifen.

Alle Halluzinogene haben eine »die Seele offenbarende« Wirkung. Sie können verdrängte negative Erlebnisse wieder bewusst machen und zu »Horrortrips« führen. Konsumenten erleben einen hohen Wachheitsgrad, alles wird bewusst erlebt, hinterher kann man sich an jede Einzelheit erinnern. Bei vielen wirkt LSD bewusstseinserweiternd, man glaubt alles durchschauen zu können.

Nach ca. 6 Stunden klingt die Wirkung ab, was wiederum von innerer Unruhe begleitet ist. Micros sind oft stärker dosiert und wirken ca. 8 – 12 Stunden. Der Rauschzustand ist immer abhängig von set (innerem Zustand) und setting (Umfeld).

Kurzzeitnebenwirkung:

Auftreten können nicht kontrollierbare Angstzustände, Gleichgewichts- und Orientierungsstörungen (Verkennung der Wirklichkeit, Richtungssinn usw. gestört), Reaktionsfähigkeit eingeschränkt (wichtig z.B. für Autofahrer) und Schweißausbrüche. Zusätzlich kann es zur Vorstellung führen, dass man fliegen könne.

Langzeitnebenwirkung:

Bei regelmäßigem Konsum tritt schnelle Toleranzbildung auf, d.h. die Dosis muss erhöht werden, damit die gleiche Wirkung eintritt. Nach etwa 2 – 3 Wochen Abstinenz kann diese Wirkung aber wieder erreicht werden. Auch sind »hängen bleiben« (ein Rauscherlebnis nie vollständig verarbeiten können) und »flashbacks« (völlig unerwartete Rauschzustände auch Wochen nach der letzten Einnahme) möglich. Risiko im Straßenverkehr. Ebenfalls können Psychosen und schizophrene Episoden ausgelöst oder verstärkt werden.

Wechselwirkung:

Gleichzeitiger Speedgebrauch kann bis zu 70-stündige »bad trips« (Horrortrips) auslösen – sehr belastend. Erleichterung versprechen: Getränke mit hohem Vitamin-C Gehalt und einfühlsame Gespräche.

Safer use:

1/4 – 1/2 Ticket sind völlig ausreichend! Nimm LSD nur in einem Umfeld ein, in dem Du mindestens eine Person in der Nähe hast, der Du vertraust. Versuche Deine Gedanken auf positive Ebenen zu leiten und nicht zu lange über negative Dinge nachzudenken.

Ständiges »Schmeißen« von Trips ist zwecklos, da sich der Körper daran gewöhnt und die Wirkung ausbleibt. Daher Abstände von mindestens 2 – 3 Wochen einhalten.

Während des LSD-Rausches sollten niemals Fahrzeuge geführt werden, da die Reaktionsfähigkeit stark eingeschränkt ist. Bei Komplikationen solltest Du dich sofort an einen Menschen, dem Du vertraust, wenden. Gib Deinem Körper nach dem Trip die Möglichkeit, die Erfahrung zu verarbeiten (schlafen). LSD sollte niemals auf vollen Magen eingenommen werden.

Personen, die in psychiatrischer Behandlung sind oder Herz-Kreislauf-Probleme haben bzw. Medikamente in diesem Zusammenhang einnehmen, sollten auf den Konsum verzichten.

Diese Informationen sind keine Anleitung oder Motivierung zum Drogenkonsum. 
LSD unterliegt dem Betäubungsmittelgesetz (BtMG). Besitz, Erwerb und Handel sind damit strafbar.

Meskalin

Substanz:

Peyote (Lophophora williamsii) = stachelloser, kugelförmiger Kaktus, wächst vor allem in den nordmexikanischen Wüsten, ist eine sehr langsam wachsende Pflanze. Von der Keimung des Samens bis zur ersten Blüte dauert es etwa 13 Jahre. Ausgewachsen erreicht er einen Durchmesser von etwa 15 cm. Der gesamte Kaktus enthält ca. 30 Alkaloide, wovon das Meskalin, ein stark psychedelisch wirksames Alkaloid, den Hauptbestandteil ausmacht. Meskalin gehört chemisch zur Klasse der Methoxyamphetamine. Wirksame Meskalin-Dosen liegen bei ca. 200 – 600 mg.

Peyotekaktus wird in frischem sowie in getrocknetem Zustand (auf nüchternen Magen) gegessen oder teilweise mit heißem Wasser zu einem Tee aufgekocht. Er hat einen extrem bitteren Geschmack. Seltener wird er geraucht – die Wirkung ist dann nämlich viel schwächer und es kratzt enorm im Hals.

Der medizinische Gebrauch von Peyote bei den mexikanischen Ureinwohnern geht sehr weit zurück. Es wurde und wird beispielsweise bei Kopf-, Ohrenschmerzen, Bronchitis, bei der Geburt und zur Wundpflege eingesetzt.

Wirkung:

Der Meskalinrausch ist mit dem des LSD vergleichbar. Die halluzinogene Wirkung setzt nach 1 – 1,5 Stunden nach Einnahme ein und dauert bis zu 12 Stunden an. Sämtliche Sinne werden verändert: Sehen und Hören sind stark beeinflusst, v.a. das Farbsehen wird stark intensiviert. Zeitgefühl und räumliche Wahrnehmung sind deutlich verändert. Niedrige Meskalindosen können leicht aphrodisierend wirken. Konsumenten berichten von einer Euphorie, von religiöser Tiefe, einem Gefühl einer visionären Erfahrung und der Veränderung des Ich-Empfindens.

Kurzzeitnebenwirkung:

Der bittere Geschmack führt meist zu Übelkeit und teilweise zu Erbrechen. Weitere Nebenwirkungen können sein: Erhöhung des Pulsschlages und des Blutdrucks, vermehrter Speichelfluss, Pupillenvergrößerung, Anstieg der Körpertemperatur, abgeschaltetes Hungergefühl während der Wirkungsdauer, danach oftmals Heißhunger auf Süßigkeiten.

Langzeitnebenwirkung:

Nebenwirkungen, die bei regelmäßigem Konsum über einen längeren Zeitraum auftreten, sind nicht bekannt. Was nicht heißt, dass es keine gibt. Bei Personen mit (latent vorhandenen – meist nicht bewussten) Psychosen können diese durch den Konsum zum Ausbruch kommen.

Wechselwirkung:

Wird Peyote zusammen mit Cannabisprodukten eingenommen, wird die Wirkung von Cannabis intensiviert.

Safer use:

Peyote sollte nicht allein, sondern in Gesellschaft konsumiert werden. Aufgrund der Vergiftungserscheinungen wie Übelkeit und Erbrechen besteht die Gefahr, dass sich der Konsument an seinem Erbrochenem verschluckt – Erstickungsgefahr!

Weiterhin ist der Trip sehr von der jeweiligen Stimmung und der geistigen Reife des Konsumenten sowie vom Umfeld abhängig. Es kann auch hier, wie bei LSD, zu Horrortrips und Panikattacken kommen. Deshalb nie konsumieren, wenn man schlecht drauf ist oder Angst davor hat.

Peyote sollte besser nicht auf vollen Magen eingenommen werden. Peyote nicht zusammen mit anderen Drogen konsumieren, da die Wirkung dann nicht mehr abschätzbar ist.

Personen mit (latent vorhandenen) Psychosen sollten dringend vom Konsum von Meskalin absehen. Außerdem gilt auch hier wie bei allen psychoaktiven Substanzen: der Konsum sollte etwas Besonderes sein und nicht zur Gewohnheit werden. Es ist also wichtig, Konsumpausen von mindestens 4 – 6 Wochen einzulegen, um Geist und Körper die Möglichkeit zu geben, den Trip zu verarbeiten.

Diese Informationen sind keine Anleitung oder Motivierung zum Drogenkonsum.
Meskalin als reine oder angereicherte Substanz 
unterliegt dem Betäubungsmittelgesetz (BtMG). Besitz, Erwerb und Handel sind damit strafbar.
Der Besitz des lebenden Kaktus ist hingegen nicht verboten. Allerdings nur dann, wenn er nicht zur Verwendung als Betäubungsmittel gedacht ist, wozu getrocknete und zubereitete Pflanzenteile schon gehören.

Poppers

Substanz:

Poppers bestehen aus Amylnitrit, Butylnitrit und Zusatzstoffen, wie z.B. organische Lösungsmittel. Poppers werden inhaliert, dürfen auf keinen Fall getrunken werden – Lebensgefahr!

Wirkung:

Die Wirkung setzt sofort nach der Einnahme, in Form eines 3 – 5 minütigen Rausches, ein. Dabei treten Enthemmung, ein vermindertes Schmerzempfinden, ein erhöhtes Berührungsempfinden, eine sexuelle Luststeigerung, ein stärkeres Gefühl von Intimität und die Entspannung der Muskeln auf.

Kurzzeitnebenwirkung:

Eintreten können Hustenreiz, erhöhter Blutdruck, Herzrasen, Reizung der Haut und Schleimhäute und ein Hitzegefühl auf der Haut, sowie Sauerstoffmangel im Körper (Kopfschmerzen) und starker Blutdruckabfall.

Einschränkungen höherer Hirnfunktionen bzw. Gefäßerweiterungen sind ebenso möglich wie ein kurzfristiger Bewusstseinsverlust und die Gefahr eines Kollaps.

Besonders gefährlich ist der Konsum während oder einige Wochen nach einer Lungenentzündung. Bei Herzrhythmusstörungen sollte der Konsum ganz vermieden werden.

Langzeitnebenwirkung:

Langfristig kann steter Konsum von Poppers zu Impotenz und einer Verätzung der Nasenschleimhäute führen sowie Herz-Rhythmus-Störungen auslösen.

Wechselwirkung:

Poppers ist besonders gefährlich in Verbindung mit anderen Medikamenten und Drogen, da das Herzkreislaufsystem sehr stark belastet wird.

Safer use:

Beim Kontakt mit Schleimhäuten oder Augen unverzüglich abspülen und den Arzt aufsuchen.
Poppers nicht in der Nähe von Lebensmitteln aufbewahren, da immer etwas Poppers ausströmt. Außerdem ist der Stoff leicht entzündlich: Vorsicht beim Umgang mit offenem Feuer.

Diese Informationen sind keine Anleitung oder Motivierung zum Drogenkonsum.
Einige Poppersarten sind verschreibungspflichtig, unterliegen dem Arzneimittelgesetz (AMG
und dürfen nicht frei gehandelt werden.

Speed

Substanz:

Speed besteht in der Regel aus Amphetaminen, Ephedrin, Koffein und Verschnittstoffen. Der Wirkstoffgehalt des als Speed verkauften Pulvers variiert sehr stark, im Durchschnitt liegt er zwischen 10% und 80%.

Speed ist in unterschiedlichen Formen erhältlich. Beispielsweise in kristallinem (besonders rein) und pulverisiertem (weiß, gelb, rosa) Zustand, in Tablettenform oder als Kapsel/Dragee.
Die Einnahme erfolgt oral oder nasal (gesnieft).

Wirkung:

Speed wirkt ähnlich aufputschend wie körpereigenes Adrenalin. Bei gesnieftem Speed setzt die Wirkung nach ca. 10 – 20 Minuten ein. Die Wirkungsdauer beträgt 6 – 12 Stunden (Amphetamine) bzw. bis zu 30 Stunden (Methamphetamine).

Beim Konsum verspürt man eine gesteigerte Leistungsfähigkeit, ein unterdrücktes Hunger- und Schlafbedürfnis. Andererseits kann es zu Wohlbefinden, Zufriedenheit, Gelassenheit, erhöhter Aufmerksamkeit und gesteigertem Selbstvertrauen führen.

Kurzzeitnebenwirkung:

Mit dem Konsum sind paranoide, angespannte, irritierende Gefühlszustände, Muskelkrämpfe, Herzrasen und Überreizung möglich. Danach können Depressionen, Erschöpfung, Unruhe, Nervosität, Gereiztheit und Aggressionen auftreten.

Die Nachwirkungen sind manchmal über Tage und Wochen spürbar, da Speed stark in das Wach- und Schlafzentrum des Gehirns eingreift.

Langzeitnebenwirkung:

Schwächung des Körperabwehrsystems – Infektionsanfälligkeit. Bei regelmäßigem Konsum erfolgt ein körperlicher Verfall mit Gliederschmerzen, Gewichtsverlust durch Unterernährung als Folge des verminderten Hungergefühls sowie eine starke Herzbelastung, welche zu  Blutdruckerhöhung führt. Zusätzlich werden die Zähne stark angegriffen, es bilden sich sogenannte Speedpickel und »schlummernde Psychosen« können ausgelöst werden.

Bei Frauen kann der Monatszyklus gestört und die Fruchtbarkeit  beeinträchtigt werden.

Wechselwirkung:

Speed auf Ecstasy killt die Ecstasy-Wirkung.
Haschisch plus Speed kann zu extremen Kreislaufbelastungen führen.
Speed plus LSD ist extrem gefährlich: Es kann bis zu 70-stündige Horrortrips auslösen.

Safer use:

Eine Überdosierung durch stark variierenden Wirkstoffgehalt ist sehr schnell möglich. Anfangs sehr niedrig dosieren. Um dem Kalziummangel entgegen zu wirken Bananen, Tomaten und Erdnüsse zu sich nehmen. Vitamin C zu sich nehmen und ausgiebige Erholungsphasen einhalten.

Diese Informationen sind keine Anleitung oder Motivierung zum Drogenkonsum.
Amphetamine und Methamphetamine unterliegen dem Betäubungsmittelgesetz (BtMG). Besitz, Erwerb und Handel sind damit strafbar.

Synthetische Drogen

Substanz:

Als synthetische Drogen werden hauptsächlich Amphetamine oder Amphetaminderivate bezeichnet (z.B. XTC, Speed, Crystal). Allgemein werden diese auch als Psychostimulanzien bezeichnet. Ihre Herstellung erfolgt illegal in Laboratorien.

Wirkung:

Bei den meisten synthetischen Drogen nimmt die Fähigkeit zur Konzentration und Leistungsbereitschaft zu. Durch Anheben der Ermüdungsschwelle wird die »geschützte Reserve« des Körpers angegriffen und es kommt zu Überreaktionen, z.B. dem Kreislauf-Kollaps.

Mit dem Konsum treten erhöhte Euphorie, Aggressivität und Risikobereitschaft auf. Nach erhöhten Dosen kommt es zu Psychosen, Halluzinationen sowie psychischen Störungen.

Diese Informationen sind keine Anleitung oder Motivierung zum Drogenkonsum.
Die meisten synthetischen Drogen, 
Amphetamine und Amphetaminderivate unterliegen dem Betäubungsmittelgesetz (BtMG). Besitz, Erwerb und Handel sind damit strafbar.

Tabak

Substanz:

Der Wirkstoff Nikotin wird in der Wurzel der Tabakpflanze erzeugt, wandert bei Reifung der Pflanze in die Blätter und schmeckt in Reinform nach nichts. Teer sorgt als Begleitstoff für den Geschmack, weitere Bestandteile sind Kohlenmonoxyd, Benzol, Cadmium, Nitrosamine, Cyanwasserstoff, Stickstoff, Blausäure etc.
»Liebevolle« Bezeichnungen: Zigarette, Rettchen, Fluppe, Kippe, Zichte, Glimmstengel…

Wirkung:

Die Freisetzung des in Tabak enthaltenen Stoffes Nikotin erfolgt sofort beim Anzünden der Zigarette und gelangt – gebunden an Teerteilchen – zuerst in die Lunge und von dort ins Blut. Bereits nach 7 Sekunden erreichen die Nikotinmoleküle das Gehirn, heften sich an die Nervenzellen und beeinflussen so deren Aktivitäten. Nikotin wird ein anregender, bei höherer Dosierung, beruhigender und muskelentspannender Einfluss zugesprochen. Es mildert Hunger-, Angst- und Aggressionsgefühle. Die tödliche Dosis von Nikotin liegt bei ca. 50 mg.

Kurzzeitnebenwirkung:

Blutdruckabfall, herabgesetzte Körpertemperatur und Schwindelgefühle (meist bei Erst- und Wiederkonsum) sind auch schon in geringen Konsumeinheiten zu beobachten. Nikotin wird vom menschlichen Körper relativ schnell abgebaut (beim Rauchkonsum), ist in Reinform nicht krebserregend oder gesundheitsschädlich, jedoch in stetiger Kombination seiner Begleitstoffe (Teer, Kohlenmonoxyd…) eines der stärksten pflanzlichen Zell- bzw. Nervengifte.

Langzeitnebenwirkung:

Die eigentlichen gesundheitlichen Schädigungen des Körpers gehen zu Lasten der zahlreichen bösartigen Begleitstoffe des Tabakrauchs. Erhöhtes Risiko für Herz- und Lungenerkrankungen (Asthma, chron. Bronchitis). Die Begleitstoffe enthalten krebsfördernde Substanzen, die eine vermehrte Schleimproduktion stimulieren, sowie die Sauerstoffaufnahme (Durchblutung) des menschlichen Organismus verschlechtern. Des Weiteren greift es die Magenschleimhaut an und kann zu unangenehmen Magengeschwüren führen.

Psychische und physische Abhängigkeit sind möglich. Bei Entzug sind Depression, Angstgefühle, Schlaflosigkeit und Gewichtszunahme möglich. Mit einer Einschränkung des Geruchs- und Geschmackssinnes ist ebenfalls zu rechnen.

Safer use:

Personen mit Herz-Kreislaufproblemen sollten keinen bzw. kontrollierten Tabakkonsum betreiben. Auch diverse Lungen- und Atembeschwerden (Asthma, Bronchitis) sollten, wenn möglich, nicht durch den Tabakkonsum unterstützt werden. Während der Schwangerschaft ist, zum Wohle des Kindes, ebenfalls vom »blauen Dunst« abzuraten. Medikamenteneinnahme (z.B. die Antibabypille) in Kombination mit hohem Tabakkonsum beeinträchtigt die Durchblutung in erheblichem Maße (Krampfaderbildung).

Diese Informationen sind keine Anleitung oder Motivierung zum Drogenkonsum.

Zauberpilze

Substanz:

Pilze, die als Wirkstoff Psilocybin und Psilocin enthalten werden u.a. als »magic mushrooms«, »Psilos« oder »Zauberpilze« bezeichnet.

Beispiel:

Spitzkegelige Kahlkopf  (Psilocybe semilanceta)
Der Wirkstoffgehalt unterliegt starken Schwankungen. Er liegt bei getrockneten Pilzen, abhängig von der Pilzart, bei etwa 0,1 – 2% (Trockengewicht). Die übliche Dosis liegt bei ca. 10 – 20 mg Psilocybin – was einem Gramm getrockneter bzw. 5 – 10 g frischer Pilze entspricht.

Wirkung:

Das Wirkungsspektrum hängt stark von der Dosis, der inneren Verfassung des Konsumenten (set) und den äußeren Umständen (setting) ab. Nach etwa 30 Minuten tritt die Wirkung mit einem Gefühl der Wärme ein. Etwa eine Stunde nach Einnahme treten optische Wahrnehmungsveränderungen (Halluzinationen) auf, die ihren Höhepunkt nach zwei Stunden erreichen und bis zu 5 Stunden (Plateauwirkung) anhalten können. Danach klingt die Wirkung sanft aus.
Der Unterschied zu LSD liegt bei der deutlich kürzeren Wirkzeit (der Trip wird »steuerbarer«), der geringeren Gefahr, schlecht drauf zu kommen (»Horrortrip« bzw. »bad trip«) sowie den vergleichsweise selten vorkommenden abrupten Stimmungsschwankungen.

Kurzzeitnebenwirkung:

Es können Atembeschwerden, Herzrasen, Veränderungen von Puls und Blutdruck, Erhöhung der Körpertemperatur (Schweißausbrüche), Gleichgewichtsstörungen und ein verändertes Raum-Zeit-Empfinden auftreten. Im Einzelfall sind panische Reaktionen, Angst- und Wahnvorstellungen möglich (v.a. bei psychisch labilen Personen, aber auch bei jungen Konsumenten).

Langzeitnebenwirkung:

Durch den Konsum psychoaktiver Pilze aufgetretene Organschädigungen wurden bisher nicht nachgewiesen. Bei regelmäßigem, häufigem Konsum von Zauberpilzen besteht das Risiko einer psychischen Abhängigkeit.

Wechselwirkung:

Wechselwirkungen bei gleichzeitigem Konsum von psilocybinhaltigen Pilzen und anderen Substanzen sind bisher nicht erforscht, jedoch anzunehmen.

Safer use:

Du solltest Psilos nicht konsumieren, wenn Du schlecht drauf bist, wenn Du Dich unwohl fühlst und wenn Du Angst vor der Wirkung dieser Pilze hast. Einen »Pilztrip« solltest Du nicht allein unternehmen sondern zusammen mit Menschen, denen Du vertraust.

Mischkonsum mit anderen Substanzen, wie XTC oder Speed besser unterlassen, da dies zum unkalkulierbaren Risiko werden kann.

Vor dem Pilzverzehr solltest Du nur leichte Nahrung einnehmen. Niedrig dosieren. Der »Pilztrip« sollte ein Ausnahmeerlebnis sein.
Es ist wichtig, Konsumpausen einzuhalten.

Diese Informationen sind keine Anleitung oder Motivierung zum Drogenkonsum.
Der Inhaltsstoff Psilocybin und psilocybinhaltige Pilze unterliegen dem Betäubungsmittelgesetz (BtMG). Besitz, Erwerb und Handel sind damit strafbar.

Weiterführende Informationen

Ein ausführlicheres Substanzlexikon findest Du unter www.drugscouts.de

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