News

24. Juni 2026

Happy Birthday, Nightline!

10 Jahre Nightline – Safer Feiern in Halle und Umgebung

In diesem Jahr feiert unser Projekt Nightline der drobs Halle, PSW GmbH, sein 10-jähriges Bestehen.
Eine engagiert gewachsene Gruppe aus mittlerweile 12 ehrenamtlichen und 2 hauptamtlichen Personen bietet so seit vielen Jahren niedrigschwellige akzeptierende Infostandsarbeit zu verschiedensten Veranstaltungen im Raum Halle und Umgebung.
Als kostenloses Angebot, ohne feste Projektfinanzierung und durch die leidenschaftliche Arbeit unserer ehrenamtlichen Mitarbeitenden, gelingt es uns die hohe Nachfrage zu bedienen und Themen wie Safer Feiern, Safer Use, Spiking, Konsumreflexion und Drugchecking unter die Menschen zu bringen und so politisch voranzutreiben.

Wir machen weiter so!

Happy Birthday… und auf die nächsten 10 Jahre!

8. Juni 2026

Politik: Wir machen uns stark!

Wir machen uns für die Kinder – und Jugendhilfe stark. 

In einem ausführlichen Brief an 12 Abgeordnete in Sachen-Anhalt, darunter Fraktionen der SPD, Die Linke, CDU/CSU, Bündnis 90/Die Grünen, AfD und fraktionslos, haben wir als drobs Halle und Einrichtung des Deutschen Paritätischen Wohlfahrtsverbandes die Pläne der Kürzungen der Kinder- und Jugendhilfe und deren Auswirkungen auch auf die Suchtberatung scharf kritisiert!

Die geplanten Kürzungen können dazu führen, dass junge Menschen und Familien deutlich später Hilfe erhalten, was akute Krisenfälle begünstigt und frühzeitiger Prävention entgegensteht. Wenn individuelle Hilfen nur noch eingeschränkt bewilligt werden, bleiben Jugendliche mit komplexen psychischen Belastungen und/oder Suchtrisiken häufiger ohne passgenaue Unterstützung, was wiederrum zur Verschlimmerung der Situation führt.
Kitas, Schulen oder Jugendsozialarbeit übernehmen bereits heute viele Aufgaben und arbeiten an ihren Belastungsgrenzen. Fallen spezialisierte Hilfen weg, landen Probleme oft erst dann in der Suchtberatung, wenn sie bereits eskaliert sind. Die Reduktion ambulanter Hilfen führt dazu, dass Familienkonflikte, psychische Belastungen und Suchtentwicklungen länger unbehandelt bleiben. Dadurch steigen Fallschwere und Betreuungsaufwand in der Beratungsstelle.
Wenn Nachbetreuung für junge Volljährige gestrichen wird, brechen stabile Unterstützungsbeziehungen ab. Gerade suchtgefährdete junge Erwachsene brauchen häufig Begleitung beim Übergang in Ausbildung, Arbeit und eigenständiges Wohnen. Dies können wir als Suchtberatungsstellen nicht gleichwertig leisten. Die Einschränkung der Hilfen für junge Erwachsene erhöht das Risiko von Wohnungslosigkeit, sozialer Isolation und Perspektivlosigkeit. Leider alles Faktoren, die Suchterkrankungen begünstigen oder verstärken können. Höhere Eigenanteile, geringere Vermögensfreigrenzen und Fahrtkostenbegrenzungen erschweren den Zugang zu Beratung und Therapie. Besonders junge Menschen aus sozialschwachen Familien nehmen Hilfen dann noch seltener oder zu spät wahr. Wenn Leistungen stärker pauschalisiert werden, droht der Verlust individueller Unterstützung. Suchtberatung und Kinder- und Jugendarbeit lebt jedoch von Beziehungsarbeit, Vertrauen und passgenauen Hilfen. Wenn Hilfen zur Teilhabe an Bildung wegfallen, steigt das Risiko von Schulabbrüchen und fehlenden Zukunftsperspektiven. Dabei stellt Perspektivlosigkeit einen zentralen Risikofaktor für problematischen Substanzkonsum dar.
Die Unterbringung unbegleiteter Minderjähriger Geflüchteter in Gemeinschaftsunterkünften mit reduzierten Standards erhöht Traumatisierung, Stress und soziale Ausgrenzung. Auch dies kann und wird zur Verstärkung psychischer Erkrankungen und Suchtproblemen führen.
Durch die Einschränkung des Wunsch- und Wahlrechts können Betroffene Hilfen weniger frei auswählen. Das schwächt Motivation und Vertrauen in das Hilfesystem und erschwert erfolgreiche Beratungsprozesse. Die Kürzungen sparen möglicherweise kurzfristig Geld, führen langfristig aber zu höheren gesellschaftlichen Folgekosten: mehr Suchterkrankungen, mehr Klinikaufenthalte, mehr Wohnungslosigkeit, mehr Jugenddelinquenz und allgemein höhere Belastungen für Gesundheits- und Sozialsysteme!

Ihr wollt selbst etwas tun? Hier kannst Du selbst aktiv werden!

Aufruf

Außerdem könnt ihr die Antwortschreiben der Parteien, die uns auf unseren Brief geantwortet haben, hier einsehen:
Antwort_Die Linke (PDF, 117 KB)

26. Mai 2026

Nicht verpassen! Neue Folge!

Der Themenbereich des Drogenkonsumraumes wird in der neuen Podcastfolge ausführlich besprochen! Wir freuen uns über Euer Feedback. Ihr könnt ihn bei Bedarf auch direkt über Spotify anhören!

Gedenktag für verstorbene Drogengebraucher*innen 2026

Unter dem bundesweites Motto „Verändern, um Leben zu retten!“ möchten wir am 21.07.2026 auf dem Marktplatz in Halle den Menschen gedenken, die 2025 an ihrem Drogengebrauch verstorben sind.

Durch das vermehrte Auftreten synthetischer Substanzen – u.a. auch synthetische Opioide – wird bundesweit das Thema Drugchecking und Substanzanalyse größere Bedeutung finden müssen. Hierzu wird es zwischen 13 – 17 Uhr verschiedene Reder*innenbeiträge geben.

Wir möchten darauf aufmerksam machen, dass jeder Drogentote einer zu viel ist und möchten Euch einladen mit uns ins Gespräch zu kommen.

19. Mai 2026

Fachtag 2026

Wir laden Sie herzlich am Mittwoch, den 30.09.2026 von 9:00 – 15 Uhr in die Katholische Pfarrei St. Mauritius & St. Elisabeth zu unserem alljährlichen Fachtag ein.

Wissen, was drin ist – Drugchecking als Präventionsansatz

Doch was ist Drugchecking eigentlich genau? Welche Erfahrungen haben andere Bundesländer und ihre Akteur*innen bereits in diesem Themenfeld machen können? Inwiefern ist es eine Interventions- und Präventionsstrategie?

 

Weitere Informationen finden Sie hier

18. Mai 2026

Naloxonschulung am 26.06.26

Am 26.06.26 findet die nächste Naloxonschulung in der Praxis Wetzig & Wustmann, Gesundheitszentrum Silberhöhe, Wilhelm-von-Klewiz-Str. 11, 06132 Halle (Saale) statt. Für weitere Informationen meldet Euch bitte bei Laura Ulbricht oder Nadine Hilbich.

Was ist eine Naloxonschulung? Lies gerne hier weiter

25. März 2026

Warnmeldung: synthetische Opioide und Xanax

Laut einer Warnmeldung vom  Bayerischen Landeskriminalamt haben sich in Bayern innerhalb weniger als einem Monat zwei Todesfälle sowie zwei Intoxikationen im Zusammenhang mit dem Konsum von Etodezitramid ereignet. Nach bisherigen Erkenntnissen wurde Etodezitramid in all diesen Fällen per Vape und zusammen mit anderen Substanzen konsumiert. Bei Etodezitramid handelt es sich um ein neues synthetisches Opioid aus der Gruppe der Orphine. Wissenschaftliche Studien zur Wirksamkeit der Substanz liegen – wie üblich für neue Substanzen – aktuell nicht vor.

Der Konsum neuartiger Substanzen stellt erhebliche Gesundheitsrisiken dar. Insbesondere vom Konsum mit anderen – vor allem dämpfenden – Substanzen wird dringend abgeraten.

Warnmeldung des BLKA – synthetische Opioide (PDF, 1.24 MB)

Außerdem erreichte uns eine Warnmeldung aus der Schweiz:

Demnach wurde beim Zürcher Drugchecking-Projekt eine in einem deutschen Online-Shop (Clearnet) gekaufte vermeintliche Xanax (Alprazolam) Tablette abgegeben. Die Tablette enthielt kein Alprazolam. Stattdessen wurden mehrere Nitazen-Derivate sowie geringe Mengen Oxycodon und Paracetamol nachgewiesen. Um welche Nitazene es sich exakt handelt, konnte bislang noch nicht abschließend festgestellt werden. Nitazene können jedoch eine mehr als 100-fach stärkere Wirkung haben als Heroin. Vom Konsum dieser Pillen wird dringendst abgeraten.

Nach wie vor gilt: Bei auf dem Schwarzmarkt bzw. nicht über Apotheken bezogenen (vermeintlichen) Medikamenten oder Prodrugs kommt es immer wieder zu Falschdeklarationen. Das Vergiftungsrisiko ist insgesamt als hoch einzuschätzen. Gefälschte Medikamente sind häufig optisch nicht mehr von echten Medikamenten zu unterscheiden.

Nitazen__Oxycodon_und_Paracetamol_verkauft_als_XANAX def (PDF, 426 KB)

17. Februar 2026

Freie Plätze für die MPU Vorbereitung

Im September startet unser neuer Kurs zur Vorbereitung auf die MPU.

Es gibt noch freie Plätze. Weitere Infos findet ihr hier

2. Februar 2026

neue Podcastfolge

Am 10.02 um 14 Uhr erscheint eine Podcastfolge zum Thema Nalaxon bei Radio Corax

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